Im Rahmen meiner Sommertour war ich zu Gast in der inklusiven Kita Abenteuerland der Lebenshilfe Sinsheim. Mir war wichtig, die Einrichtung nicht nur bei einem Rundgang kennenzulernen, sondern einen Vormittag lang ganz konkret mitzuerleben, wie Inklusion im Kita-Alltag funktioniert.
Kita-Leiterin Julia Steinmann zeigte mir zunächst die Räumlichkeiten und stellte mir das pädagogische Konzept sowie die therapeutischen Angebote der Einrichtung vor. Besonders spannend war für mich zu sehen, wie die verschiedenen Bereiche auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder abgestimmt sind.
Danach ging es mitten hinein in den Kita-Alltag: Ich nahm am Morgenkreis teil, half bei einem Bewegungsangebot mit und blieb anschließend auch zum gemeinsamen Mittagessen. Dabei konnte ich erleben, wie selbstverständlich die Kinder miteinander umgehen, aufeinander Rücksicht nehmen und sich gegenseitig unterstützen.

Besonders eindrücklich war für mich zu sehen, wie wichtig die individuelle Begleitung einzelner Kinder ist. Manchmal braucht ein Kind die volle Aufmerksamkeit einer Fachkraft, damit es überhaupt am gemeinsamen Vormittag teilnehmen kann. Genau in diesen Eins-zu-eins-Momenten zeigt sich für mich, ob Inklusion im Alltag tatsächlich gelingt.
Die Kita Abenteuerland ermöglicht Kindern mit und ohne Behinderung, gemeinsam aufzuwachsen, zu spielen und zu lernen. Auch der 2024 eröffnete Neubau ist auf unterschiedliche pädagogische, therapeutische und pflegerische Bedürfnisse ausgerichtet. Im Snoezelenraum konnte ich beispielsweise sehen, wie Kindern gezielt Rückzug, Ruhe und Sinneserfahrungen ermöglicht werden.

Mein Besuch hat mir noch einmal deutlich gemacht: Gute Inklusion braucht geeignete Räume und gute Konzepte. Vor allem aber braucht sie Menschen, die sie jeden Tag mit Leben füllen. Mein herzlicher Dank gilt deshalb dem gesamten Team der Kita Abenteuerland für den offenen Empfang, die Einblicke in den Alltag und vor allem für die wertvolle Arbeit mit den Kindern.
Mir ist es wichtig, mit Einrichtungen, Initiativen, Unternehmen und vor allem mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Denn die Erfahrungen aus der Praxis zeigen am besten, wo gute Rahmenbedingungen bereits vorhanden sind; und wo Politik noch besser unterstützen muss.