Im Rahmen seiner Sommertour besuchte Hermino Katzenstein, Landtagsabgeordneter der Grünen, den Bio-Gemüsebetrieb LaMa in Sinsheim. LaMa, was für „Lass Machen“ steht, wurde von Max Hien und Finn Bargmann gegründet und hat sich in den letzten zwei Jahren zu einem beeindruckenden Betrieb entwickelt. Die beiden Landwirte, die ihr Handwerk in Witzenhausen erlernten, haben eine ehemals brachliegende Gärtnerei revitalisiert und bewirtschaften ihren Gemüsegarten nach regenerativen Market-Garden-Prinzipien.
Diese Prinzipien beinhalten unter anderem die Pflege des Bodens durch Kompostierung, minimale Bodenbearbeitung, den Anbau vielfältiger Pflanzenarten zur Förderung der Biodiversität sowie effiziente Bewässerungsmethoden. „Durch diese Ansätze verbessern wir nicht nur die Bodenfruchtbarkeit, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, erklärten die Gründer.
LaMa vermarktet seine Produkte direkt und bietet den Kunden die Wahl zwischen der Lieferung von Biokisten oder der Abholung. Es gibt drei verschiedene Kisten, die jeweils eine Auswahl frischer, saisonaler Produkte enthalten. Katzenstein konnte beim Packen der Kisten das System kennenlernen, nach dem die Bestellungen bearbeitet werden. „Es ist inspirierend zu sehen, mit wie viel Engagement und Know-how hier regionale Bio-Landwirtschaft betrieben wird. Die Tatkraft und der innovative Geist der Betreiber ist beeindruckend. LaMa ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie junge Menschen mit frischen Ideen einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Lebensmittelversorgung leisten können“, sagte Katzenstein.
Die Unternehmer setzen auf eine vielfältige und regenerative Landwirtschaft, die nicht nur gute Lebensmittel produziert, sondern auch einen positiven Beitrag zur Umwelt leistet. „Wir wollen das Bewusstsein für regionale Produkte stärken und zeigen, dass nachhaltige Landwirtschaft wirtschaftlich erfolgreich sein kann“, so die Gründer.
Katzenstein betonte die Bedeutung solcher Initiativen für die Region: „LaMa zeigt, dass eine nachhaltige und regionale Landwirtschaft nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern auch wirtschaftlich tragfähig sein kann. Es ist wichtig, solche Betriebe zu unterstützen und die Rahmenbedingungen für junge Landwirte zu verbessern.“
Der Besuch unterstreicht Katzensteins Engagement für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und die Förderung junger Unternehmer im ländlichen Raum. Durch den Austausch mit den Landwirten und den Einblick in die praktische Arbeit wird deutlich, wie wichtig es ist, innovative Konzepte zu unterstützen, die soziale, ökologische und ökonomische Aspekte miteinander verbinden.