Wachsame Nachbarn der beste Schutz

Landesprogramm zur Förderung von Projekten zur Prävention von Wohnungseinbrüchen kommt auch der Region zugute

Am Mittwoch, 25. Oktober 2017 wurden in Stuttgart die Zuwendungsbescheide des Landes für das Projekt „Prävention von Wohnungseinbrüchen durch eine wachsame Nachbarschaft“ ausgehändigt.

Die Landtagsabgeordneten  Hermino Katzenstein (Grüne) und Karl Klein (CDU) freuen sich darüber, dass auch in ihrem Zuständigkeitsbereich  Maßnahmen der Kommunalen Kriminalprävention gegen Wohnungseinbrüche gefördert werden. 7.800 Euro erhält das Projekt „Wachsame Nachbarschaft im Rhein-Neckar-Kreis“, das von der Kommunalen Kriminalprävention Rhein-Neckar e.V. initiiert wurde, 2.100 Euro erhält die Öffentlichkeitskampagne zur „Prävention von Wohnungseinbrüchen durch eine wachsame Nachbarschaft“ der Stadt Schwetzingen. Insgesamt stellen die Regierungsfraktionen 200.000 Euro zur Verfügung.

Ermöglicht wurde das Landesprogramm dadurch, dass Grüne und CDU über ihren jeweiligen Arbeitskreis „Inneres, Digitalisierung und Migration“ Fraktionsmittel zur Verfügung stellten.

„Die Verhinderung von Einbrüchen kann am besten im gesamtgesellschaftlichen Miteinander erreicht werden“, erläutert MdL Hermino Katzenstein. „Durch Aufklärung und frühzeitige Einbindung verschiedenster Akteure vor Ort trägt der Verein Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar e.V. beispielhaft zur Sicherheit in der Region bei.“

MdL Karl Klein, auf dessen Initiative dieses Projekt fußt, ergänzt: „Wer Opfer eines Wohnungseinbruchs wird, hat als Folge dieser Straftat oftmals auch mit psychischen Problemen zu kämpfen. Es ist sehr sinnvoll, hier in Präventionsmaßnahmen zu investieren und auch ein „wachsamer Nachbar“ zu sein.“MdL

Ein Wohnungseinbruch bedeutet für die Opfer finanzielle Verluste und angerichtete Schäden. Für Viele ist es zusätzlich ein Schock, wenn in den geschützten Bereich der eigenen vier Wände ein Fremder eindringt.

 

Mit der Initiative „Prävention von Wohnungseinbrüchen durch eine wachsame Nachbarschaft“, fördert das Innenministerium innovative Konzepte in baden-württembergischen Kommunen, die der Verhinderung von Wohnungseinbrüchen, der Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls und der Nachbarschaftsförderung dienen.

Durch einfache, aber effektive Verhaltensmuster, wie beispielsweise dem Schließen von Fenstern und dem Abschließen von Türen, bewusster Wachsamkeit für Unregelmäßigkeiten in der eigenen Nachbarschaft sowie der schnellen Verständigung der Polizei bei ungewöhnlichen Vorkommnissen kann jeder Einzelne an einem sichereren Miteinander mitwirken.

 

Das Projekt „Wachsame Nachbarschaft im Rhein-Neckar-Kreis“ ist eingebunden in ein seit 20 Jahren etabliertes Netzwerk zur Kommunalen Kriminalprävention im Rhein-Neckar-Kreis, das präventive Maßnahmen und Aktionen unter einem Dach vereint.

Es dient der Förderung einer Kultur des Hinschauens, der Aktivierung von Nachbarschaftshilfe, der Förderung von Zivilcourage in der Gesellschaft, der Stärkung der gegenseitigen Hilfsbereitschaft und der Verbesserung der Sicherungstechnik an Gebäuden und Wohnungen.

Aktuell arbeitet der Verein am Aufbau einer Internetplattform, die mit Grundinformationen zum Schutz vor Wohnungseinbruch  sowie zum Aufbau einer funktionierenden Nachbarschaftshilfe aufwartet und parallel dazu über das aktuelle Wohnungseinbruchgeschehen in der Region informiert. Darüber hinaus soll es hierbei die Möglichkeit geben, verdächtige bzw. nicht einzuordnende Wahrnehmungen per Email zu melden. Hier wird eine enge Kooperation mit dem Polizeipräsidium Mannheim angestrebt. Die Internetplattform soll auch direkte Ansprechstelle für Fragen aus der Bürgerschaft sein.

 

 

 

 

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