Landrat Achim Brötel, Abgeordneter Hermino Katzenstein (mit Mikrofon) und Bürgermeister Mauer während der Grußworte beim Brunch auf dem Bauernhof 2018 in Mauer

Grußwort beim Brunch auf dem Bauernhof

Am Sonntag fand ab dem Vormittag auf dem Geflügelhof Ziegler in den Hügeln des Kraichgaus oberhalb der Gemeinde Mauer der vom Naturpark Neckartal-Odenwald organisierte „Brunch auf dem Bauernhof“ statt.

Neben dem Gastgeber, Herrn Ziegler, Herrn Landrat Brötel als Vorsitzendem des Naturparks und dem örtlichen Bürgermeister John Ehret durfte ich ein paar Worte sagen.

Die Stimmung war während der Beiträge bestens, wie die Fotos belegen…

Sehr geehrte gastgebende Familie Ziegler,
sehr geehrte Frau Samuleit und das ganze Team der Geschäftsstelle des Naturparks Neckartal-Odenwald,
sehr geehrter Herr Landrat Brötel, sehr geehrter Herr Bürgermeister Ehret,
sehr geehrte, liebe Genießerinnen und  Genießer des Brunch auf dem Bauernhof!

Ich danke zuerst der Familie Ziegler, dass wir heute hier oben auf Ihrem Hof zu Gast sein dürfen. Das ist keine Selbstverständlichkeit, bedeutet dies doch für Sie nochmal zusätzlichen Aufwand neben der schon harten Arbeit eines landwirtschaftlichen Betriebes!

Frau Samuleit und ihrem Team danke ich für ihr ausserordentliches Engagement.
Ihnen ist es zu verdanken, dass unser NP Ntal-Odw in der Region noch bekannter geworden ist und damit noch präsenter in den Köpfen der Menschen ist.

Unser NP mit seiner vielfältigen Struktur beinhaltet die Ebene im Rheingraben, das romantische Neckartal, den sagenhaften Odenwald und die sanften Hügel des Kraichgaus – der Toskana Deutschlands. Letzteres gilt derzeit nicht nur landschaftlich sondern auch klimatisch.
Ein Vorgeschmack auf das, was uns noch erwartet – eine heiße Erinnerung, dass wir mehr für den Klimaschutz, die Energie- und die Verkehrswende tun müssen!

Landrat Achim Brötel, Abgeordneter Hermino Katzenstein (lachend) und Bürgermeister Mauer während der Grußworte beim Brunch auf dem Bauernhof 2018 in MauerWas wir alle tun können, ist zum Beispiel beim Einkaufen auf die Herkunft der Lebensmittel zu achten. Mir persönlich schmecken Äpfel aus Neuseeland oder Wein aus Kalifornien überhaupt nicht. Da habe ich immer einen Beigeschmack aus dem CO2-Abdruck durch die langen Transportwege dabei.

Hier setzen wir als Land Baden-Württemberg mit der Förderung der Naturparke an!

Denn unsere sieben Naturparke im Land stehen nicht nur für die vielfältigen Kulturlandschaften im Südwesten. Sie stehen auch für hochwertige regionale Lebensmittel und für Wertschöpfung im Ländlichen Raum!

Regionale Erzeugnisse stehen dabei im Fokus!

Entdecken und genießen können die Menschen diese Produkte auch beim beliebten Brunch auf dem Bauernhof, zu dem jährlich jeden ersten Sonntag im August Bauernhöfe in allen sieben Naturparken einladen. Über 80  Höfe nehmen landesweit daran teil.

[Gesagt hatte ich „60 Höfe“, aber die Zahl stammt aus dem letzten Jahr und war nicht ganz korrekt.]

Und auch das Konzept der Naturparkmärkte brummt! Frau Samuleit hat mir berichtet, dass Sie mit der Organisation gar nicht mehr hinterherkam und die Anzahl der Märkte begrenzen musste. Als Stadtrat aus Neckargemünd bin ich etwas betrübt, dass der bei uns nur noch alle zwei Jahre stattfindet.  Als Landtagsabgeordneter freue ich mich aber, dass es in unserem NP nun 15 Märkte jährlich geben wird – mit steigender Anzahl von Beschickerinnen und Beschickern. Frau Samuleit musste schweren Herzens sogar schon Absagen erteilen.

Schön finde ich es auch, dass über die Märkte auch ein Netzwerk entstanden ist, dass sich die Betriebe austauschen und gegenseitig helfen. Zum Beispiel ein Hersteller von Kartoffelprodukten bezieht seit dem die Kartoffeln aus der Region – vorher kamen sie von weiter weg. Eine tolle Geschichte!

Immer dann, wenn die Verbraucher in Baden-Württemberg auf Lebensmittel aus heimischer Produktion zurückgreifen, ist das gut für unsere Bauern und gut für unser Land. Diesen Aspekt wollen wir mit unserer breit angelegten Regionalkampagne ‚Natürlich.VONDAHEIM‘ ansprechen“. Diese wirbt mit pfiffigen Sprüchen wie „im Schwarzwald ist gut Schinken essen“ für die regionalen Produkte.

Die Arbeit der Naturparke ist wichtig für eine gute Regionalentwicklung und für einen nachhaltigen Tourismus im Ländlichen Raum.

Und deswegen nehmen wir als Land seit einem Jahr nochmal deutlich mehr Geld in die Hand! Die strukturellen Mittel, also die dauerhafte Förderung der Geschäftsstellen wurde kräftig erhöht auf rund 1,5 Mio Euro pro Jahr und damit verdoppelt!

Und aus dem Sonderprogramm „Zur Stärkung der biologischen Vielfalt“ des Landes fließen 370.000 Euro in die Naturparke. Damit soll in allen sieben Naturparken mehr Lebensraum für bedrohte Insekten geschaffen werden! Damit es wieder mehr „Hummel-Tummelplätze“, „Bienenweiden“ und „Falterfutter“ gibt.

Meine Damen und Herren, Sie muss ich wohl nicht mehr bitten, Ihnen liegen die Naturparke und die regionalen Lebensmittel am Herzen, das zeigen Sie durch Ihre Anwesenheit.
Aber ich ermuntere Sie Werbung zu machen.
Sprechen Sie ihre Arbeitskollegen, Bekannten, Freundinnen und Freund an und erzählen Sie ihnen von den Vorzügen regionaler Produkte und den Reizen unsres Naturparks Neckartal-Odenwald.

Vielen Dank das Sie heute hier sind,
vielen Dank nochmal an Familie Ziegler für die Gastfreundschaft
und an die Geschäftsstelle für das Organisieren und überhaupt
und Ihnen herzlichen Dank, für Ihre Aufmerksamkeit!

Und herzlichen Dank an meine Nachbarin J.S. für die Fotos

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