Betriebsbesuch bei Klimaschutz-Preisträgern aus dem Main-Tauber-Kreis

MdL Hermino Katzenstein gratuliert zum Erfolg im Klimabildungsprojekt und besucht Preisträger in ihrem Betrieb.

Den ersten Preis in einem von der gemeinnützigen Klimaschutzorganisation myclimate -Klimawerkstatt ausgeschriebenen Wettbewerb in der Kategorie Energie und Planung gewannen zwei Auszubildende der Systemair GmbH aus Boxberg-Windischbuch. Der angehende Industriekaufmann Thomas Noe und der Elektroniker für Geräte und Systeme Tobias Hellinger konnten mit dem Projekt „Energieeinsparungen durch die Optimierung einer RLT-Anlage“ die Jury überzeugen und durften sich über ein Preisgeld von 1.000 EURO freuen.

Das Projektteam hat sich mit Stromeinsparungen durch den Austausch der mit Keilriemen angetriebenen Ventilatoren durch energieeffiziente EC-Ventilatoren sowie mit einer Erhöhung der Filtertauschintervalle und dem Austausch von Luftauslässen mit einem geringeren Druckverlust beschäftigt.

Durch die herausgearbeiteten Maßnahmen können ca. 16.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr bei den vorhandenen Lüftungsanlagen eingespart werden, eine Reduktion der derzeitigen Verbrauchswerte um 44 Prozent. Dabei amortisieren sich die Investitionen bereits nach 3,85 Jahren. Das Projekt wurde von den beiden Auszubildenden quasi im Alleingang entwickelt. Es ist aber bei der Firmenleitung auf großes Interesse gestoßen und soll demnächst umgesetzt werden.

MdL Hermino Katzenstein, Betreuungsabgeordneter der Grünen für den Main-Tauber-Kreis, besuchte die jungen Männer in ihrem Betrieb und gratulierte zu diesem tollen Erfolg.

Bei einem Rundgang durch die Produktionsstätte mit Vertretern der Geschäfts-, Betriebs- und Personalleitung konnten die Auszubildenden dem Landtagsabgeordneten ihren Betrieb vorstellen. Die Systemair GmbH ist auf die Herstellung von Lüftungs- und Klimatechnik von der Wohnung bis zum großen Tunnel spezialisiert.

Angesprochen auf die auf derzeitige Arbeitsmarktsituation beklagte Stefan Fischer von der Geschäftsleitung den Mangel an Fachkräften und betonte, dass er umso glücklicher sei, so engagierte Auszubildende zu haben, die man gerne übernehme.

MdL Katzenstein freut sich, dass sich die Auszubildenden in Eigeninitiative so intensiv mit dem Thema Klimaschutz auseinandergesetzt haben. Ihre Arbeit habe zur Bewusstseinsbildung innerhalb des Unternehmens beigetragen und biete viel Potenzial für andere Bereiche, beispielsweise die öffentliche Verwaltung.

 

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