Wer schnell sein will wie ein Gepard, braucht auch freie Bahn zum Sprinten!

In und um Stuttgart wird über die neue Schnellbuslinie X 1, die von Bad Cannstadt in die Innenstadt fährt und deren Fahrzeuge im Gepardendesign gestaltet sind („Der schnellste seiner Art“) intensiv diskutiert. Denn er steht leider zu oft selber im Autostau.

Dazu haben wir eine kleine Meldung verfasst die heute Morgen auf Seite 1 der Stuttgarter Nachrichten aufgegriffen worden ist. Und auf der Website der Landtagsfraktion ist sie auch verlinkt.

Folgend der Wortlaut unserer Meldung:

Bei der Diskussion über die neue Expressbuslinie fordert der Landtagsabgeordnete Hermino Katzenstein (Grüne) die Stadt Stuttgart auf, die eingerichtete Sonderspur zwischen Bad Cannstatt und Innenstadt zu verlängern. „Rund zwei Wochen nach Projektstart sind gute Ansätze erkennbar. Damit der X1 seine Vorteile gegenüber dem Individualverkehr voll ausschöpfen kann, brauchen wir aber größere Abschnitte auf denen nur der Expressbus fahren darf“, sagt der Verkehrsexperte der Grünen-Fraktion zu seinem Vorschlag über den die „Stuttgarter Nachrichten“ berichteten.

Berichte über geringe Fahrgastzahlen in den ersten Wochen stimmen ihn nachdenklich. „Wenn wir nichts an den Rahmenbedingungen ändern, fährt der Expressbus weiter mit angezogener Handbremse durch Stuttgart“, so Katzenstein.

Das Problem: Momentan müsse sich der Schnellbus in Gepardenoptik die Fahrspuren zu einem wesentlichen Teil mit anderen Fahrzeugen teilen. Katzenstein: „Da ist doch klar, dass der Expressbus oft im Stau steckt, und die Attraktivität des Angebots darunter leidet. Wer schnell sein will wie ein Gepard, braucht auch freie Bahn zum Sprinten!“ Katzenstein fordert die Stadt Stuttgart auf, den Vorschlag nach einer längeren Busspur zu prüfen und über weitere Verbesserungen nachzudenken.

Eine weitere Idee sei, den Fahrplan zu flexibilisieren: „Die Expressbusse sollten sich nicht starr nach fixen Abfahrtzeiten richten, sondern ihre Fahrzeiten in einem Korridor um die geplante Abfahrtszeit herum anpassen. So würde verhindert, dass zwei Busse direkt hintereinander herfahren“, sagt Katzenstein. Zudem könne ein enge Taktfolge besser eingehalten und Verspätungen abgebaut werden. „Fahrgäste könnten dann bei Verzögerungen schneller in den nächsten Bus einsteigen, die Warte- und Fahrzeit würde sich gerade in der Rushhour für sie verkürzen.“

Angesichts der teils hitzigen Debatte mahnt Katzenstein zu mehr Geduld in der Landeshauptstadt. „Der Expressbus ist ein kluges Vorhaben, um für mehr saubere Luft in Stuttgart zu sorgen. Es braucht Zeit, bis sich der Schnellbus in den Köpfen als gute Alternative zu den Stadtbahnlinien etabliert hat.“

Verwandte Artikel