29. Mai – von Rab über Pag nach Jovici

Auch heute müssen wir uns nicht hetzen – unser Schiffchen nach Pag geht erst um 12.00 Uhr. Ich mache morgens einen Spaziergang durch den Park hinter der Altstadt und fotografiere ein bisschen. Auf dem Rückweg hole ich uns Cappuccino und Croissants.

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Das Schiffchen ist erstaunlich klein, besonders im Vergleich mit der Fähre, die uns nach Rab gebracht hat. Es fährt auch nicht nach Novalja, wie der Katamaran es getan hatte, sondern nach Lun, ganz an der Spitze der Insel und so werden uns 20 wellige Kilometer zusätzlich beschert.

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 In Lun kommen wir um kurz vor eins an und ratet, was wir als erstes tun?

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In ein Café direkt am Meer setzen wir uns, aber natürlich nur, um die Route noch einmal zu studieren. Dann geht es los: Auf dieser Seite von Pag gibt es nur Steine, noch mehr Steine und Olivenbäume. Und ab an einen Schäfer. Jetzt verstehe ich, warum immer vom Käse aus Pag die Rede ist. Viel Anderes als Oliven und Käse lässt sich jedenfalls auf dieser Seite der Insel nicht herstellen. Überall werden Mäuerchen gebaut, um Olivenbäume, um irgendwelche Areale, kreuz und quer. Unklar, ob das nur dazu dient, die Steine einzusammeln und eine vermeintliche Struktur hereinzubringen? Oder ob es sonst einen Sinn macht. Die Steine alle aufsammeln zu wollen, wäre jedenfalls ein Unterfangen ohne Ende. Zumal sie ja auch im Boden festsitzen.

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Nach ein paar Kilometern beginnen die uns schon in Rab angekündigten tiefen Wellen. Hui, das macht aber Spaß! Vor jedem Anstieg ein steiler Abstieg, so dass der Schwung immer 2/3 hochträgt, manchmal mehr.

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Nach ca. 20 km in Novalja aus der Einsamkeit der Bergwelt angekommen, fühlen wir uns von dem lärmenden Touristenküstenort ziemlich abgestoßen und machen uns – nach Einkauf von neuem Saft und Wasser – sofort wieder auf den Weg. Erst nehmen wir ein Stück die Hauptstraße und dann einen sehr schönen, aber geschotterten und – wie immer in Kroatien – welligen Küstenweg. Nach einigen Kilometern ist er auch wieder asphaltiert und wir erreichen Pag auf Pag, einen – im Unterschiede zu Novalja – sehr angenehmen Ort. Wir fahren direkt in einen wenig „belegenen“ Strand hinein, nehmen unser erstes Meerbad und picknicken. Eine Dusche steht auch für uns bereit. Ich finde das angenehm nach dem salzigen Meerwasser, wenn das vielleicht auch ein bisschen albern ist, denn wir kleben ja sowieso immer nach der Fahrt.

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 Nun soll der Bericht von heute aber nicht so lang werden, dass er euch langweilt… Es ist halb sechs als wir Pag verlassen, aber nach der Pause und dem erfrischenden Bad läuft es wunderbar und so fahren wir noch ca 45 km in ein Dorf namens Jovici. Wie in fast allen kleinen Orten gibt es hier einen „Market“ und eine Bar. Wir erkundigen uns nach einem Zimmer: In drei Minuten würde eine Frau kommen und uns abholen! Sie bringt uns für 20 Euro in einem Mittelding zwischen Roh- und Neubau unter, aber die Dusche funktioniert und wir essen ein wunderbares Abendessen aus Tomaten, Pager Käse, kroatischem Schinken und Weißweinschorle bestehend dort auf dem Balkon.

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 [Unser heutiges Domizil, Eingang dazu und Abendrot vom Balkon]

77 km, 770 hm

 

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2 Kommentare

  1. Anja Wirtherle

    Also bis jetzt wollte ich ja nicht mit euch tauschen…Regen, Schnee, jede Menge Höhenmeter, vergessene Regenjacken…., aber bei den neuen Bildern könnte man auf die Idee kommen, sowas auch mal machen zu wollen…. so rein theoretisch. Weiterhin gute Fahrt und viel Spaß!

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