15. + 16. Mai bei Manon in Glanz am Millstätter See

Nach drei Pässen in drei Tagen und mehrfach verschobenen Faulenzertagen schlafe ich Donnerstag sofort ein, – nachts beklagen sich meine Beine und ich liege ein bisschen wach, aber dafür schlafen wir bis 11 Uhr. Manon sitzt schon am Computer an ihrem Buch über die Geschichte des ökologischen Denkens. Es wird ein richtig schöner, gemütlicher Tag, wir gehen im Regenguss mit Lotti (dem Hund) spazieren, essen zwei Stunden nach dem Frühstück schon wieder zu Mittag, puzzeln ein bisschen herum, waschen, fahren mit Manon auf den Bauernmarkt in Radenthein, gehen nochmal im Regen an den See und bekommen herrliche tagesfrische Forellenfilets zum Abendessen serviert.

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Von Radenthein sehen wir nicht so viel, aber es sieht eher „durchwachsen“ aus. Auf dem Bauernmarkt in einer geschlossenen Halle möchte man am liebsten bei jedem Stand kaufen, um den Leuten etwas abzunehmen, es ist ziemlich leer. Aber Manon erkundigt sich, vor einer Stunde sei es doch sehr voll gewesen.

Nachdem wir bei der Fahrt durch das südliche Baden Württemberg und Bayern den Eindruck hatten, dass Orte und Dörfer meist sehr gepflegt waren, ist das Bild in den österreichischen Ostalpen uneinheitlicher, nicht nur in Radenthein (Kärnten) . Immer wieder begegnen uns kleine Dörfer und Örtchen, die eher ein bisschen verloren und vergessen wirken, wie das schon erwähnte Schöder. Verlassene Cafés, zum Verkauf stehende Häuser. Zwiwschendurch dann auch wieder herausgeputzte Orte, die attraktiv und freundlich sind. Überall sieht man kleine Schilder mit der Aufforderung, den Bauern die Milch ordentlich zu bezahlen – 40 Cent sollen die Erzeuger (bzw. Abzapfer/innen) für den Liter bekommen, ist die Forderung. Aber die Bauern stellen zunehmend auf Mutterkuhhaltung um, lassen die Kälbchen trinken und melken nicht mehr. Die Arbeit lohnt sich wohl einfach nicht. Ob Mutterkuhhaltung auf Dauer eine Alternative ist? Es gibt dann natürlich immer mehr Kälbchen.

Wir bleiben einen weiteren Tag, genießen nun bei gutem Wetter den wunderbaren Blick über den See.

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Manon erzählt uns über die Gegend, von den benachbarten Bauern und von Schlangen, Eidechsen, Feuersalamandern und Rehen, deren Lebensorte sie kennt und die sie auf ihren Spaziergängen immer wieder (be)sucht. Es ist herrlich. Nebenbei hilft Hermino am Computer und die beiden bilden bald ein „Buchfertigstellungsteam“ und arbeiten bis in den Abend hinein.

 

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1 Kommentar

  1. Emily

    Meine Lieben,

    ich wollte nur mal kurz eben sagen, dass mir Eure Updates viel Spaß machen!

    Genießt die Alpenradlerei,
    Emily

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