Verkehrspolitiker Katzenstein setzt auf „optischen Weckreiz“

Mobile Stauwarnanlagen könnten beim Autobahnkreuz Walldorf für mehr Verkehrssicherheit sorgen

Nach der Tagung der Unfallkommission hatte Landtagsabgeordneter Hermino Katzenstein (Grüne) Verkehrsminister Winfried Hermann gebeten, verschiedene weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf der A 5 und A 6 am Autobahnkreuz Walldorf zu prüfen.

Darunter waren eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf  60 km/h für Lkw mit entsprechenden Kontrollen durch Enforcement Trailer und ein Überholverbot für Lkw, mit dem Abstandsmessungen möglich würden. In seiner Antwort lehnte Minister Hermann zwar beides ab, kam dem Abgeordneten und Verkehrspolitiker aber in einem dritten Punkt entgegen.

„Ich freue mich sehr über die  Zusage des Verkehrsministeriums, auf den Autobahnen beim Kreuz Walldorf dauerhaft und kurzfristig mobile Stauwarnanlagen zu installieren“, erklärt Katzenstein. Zugleich betont der Abgeordnete: „Ganz wesentlich ist dabei, dass von den mobilen Stauwarnanlagen ein optischer Weckreiz für unaufmerksame Fahrer ausgeht.“

Laut Minister Hermann hat das Polizeipräsidium Mannheim die Unfallvorkommnisse ausgewertet. Unfallursache sei demnach in den meisten Fällen die Kombination von nicht angepasster Geschwindigkeit mit zu geringem Sicherheitsabstand und teilweise verspäteter Reaktion zum Beispiel aufgrund von Ablenkung.

„Verkehrsteilnehmer müssen vor den Gefahren dieses hochbelasteten Verkehrsknotens mit zahlreichen Fahrstreifenwechseln gewarnt werden“, ist Katzenstein überzeugt. Ein entsprechender „Weckruf“ sei auch der Hintergrund für seine Einlassung gewesen, das Verkehrsministerium möge auch Tempo 60 für Lkw prüfen. Denn hätte die Verkehrsüberwachung für die gebotene Aufmerksamkeit sorgen können.

Folgen kann er aber auch der Argumentation des Verkehrsministers: Mit einem einheitlichen Geschwindigkeitsniveau von 80 Stundenkilometern  für alle Verkehrsarten in der verkehrsstarken Zeit von 6:00 Uhr bis 21:00 Uhr könnten hohe Geschwindigkeitsdifferenzen verhindert und so der Unfallgefahr entgegengewirkt werden.

Und so zeigt sich Katzenstein mit der Antwort aus Stuttgart durchaus zufrieden. „Ein wirksames Warnsystem in Form mobiler Stauwarnanlagen in Kombination mit der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h kann ein echtes Plus an Sicherheit bringen“, stellt er fest. „Ich hoffe, dass das nun schnell umgesetzt wird.“

Katzenstein begrüßt auch, dass sich das Land auf Bundesebene für eine Weiterentwicklung der Vorschriften zum Notbremsassistenten einsetzt, um schwere Lkw-Auffahrunfälle zu vermeiden.

Vor dem Hintergrund, dass sich der Bremsweg mit steigender Geschwindigkeit deutlich verlängert, appelliert Katzenstein an alle Lkw-Fahrer, sich strikt an das Tempo-80-Limit auf Autobahnen zu halten und fahrfremde Tätigkeiten zu vermeiden. An die Spediteure appelliert er, trotz Zeit- und Kostendruck  genügend Zeitpuffer einzuplanen.

In diesem Zusammenhang begrüßt er auch die Initiative „Hellwach mit 80 km/h“, mit der sich regionale Spediteure verpflichten, dass ihre Fahrer die zulässige Höchstgeschwindigkeit für LKW einhalten. Dieser Initiative sollten sich möglichst viele Spediteure anschließen.

 

 

 

 

 

 

 

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