„Inklusion vor Ort kann nur gelingen wenn alle mitmachen“

Landtagsabgeordneter Hermino Katzenstein gratuliert der Stadt Neckargemünd für ihr Projekt „Barrierefreiheit Neckargemünd“, das vom Sozialministerium mit 4.571 Euro gefördert wird.

Im Zuge des neuen Stadtleitbildes hat sich in Neckargemünd ein Arbeitskreis mit dem Ziel der Barrierefreiheit gebildet. Unter breiter Beteiligung  von BürgerInnen, Schulen und örtlichen Betrieben wird ein Projekt entwickelt, das Vorbildcharakter auch für andere Kommunen erlangen kann.

Gefördert wird eine Marketingkampagne, die der Arbeitskreis Barrierefreiheit gemeinsam mit dem Medienteam des SHR Berufsbildungswerks Neckargemünd entwickelt. Geschäfte und Einrichtungen, die barrierefrei zugänglich sind, sollen mit der Übergabe einer Urkunde öffentlichkeitswirksam ausgezeichnet und mit einem Logo gekennzeichnet werden. Außerdem sollen alle barrierefreien Geschäfte und Einrichtungen in Neckargemünd in einem Flyer dargestellt werden.  Dies ist als Information aber auch als Anreiz gedacht.

„Inklusion vor Ort kann nur gelingen, wenn alle mitmachen. Das Projekt Barrierefreiheit Neckargemünd zeigt, dass es in der Stadt viele Menschen gibt, die sich dafür engagieren, dass das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen in unserer Kommune zu einer Selbstverständlichkeit wird. Ich freue mich, dass dieses Engagement nun entsprechend gewürdigt wird“, so MdL Katzenstein.

Als Stadtrat hat sich Katzenstein wiederholt für das Thema Barrierefreiheit stark gemacht und als Abgeordneter den Antrag auf Aufnahme in das Programm „Impulse Inklusion“ des Sozial- und Integrationsministeriums Baden-Württemberg  aktiv unterstützt.

Mit ihrer Schullandschaft ist die Stadt Neckargemünd besonders gefordert, für eine barrierefreie Stadtgestaltung zu sorgen.

In Neckargemünd ansässig sind die Erich Kästner-Schule (ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit dem Förderschwerpunkt Lernen), das Hör-Sprachzentrum Heidelberg/Neckargemünd (Staatliches Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Internat, Förderschwerpunkte Hören und Sprache) und die Stephen-Hawking-Schule der SRH, an der über 650 Schüler in zehn Bildungsgängen als Tages- oder Internatsschüler integrativ unterrichtet werden.

„Daher ist es ideal, in Neckargemünd ein Modellprojekt zur Barrierefreiheit zu verwirklichen. Was hier erprobt wird, wird auch in anderen Städten und Gemeinden funktionieren“, so Katzenstein.

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha hat am Mittwoch (13. Dezember) 33 Modellprojekte bekannt gegeben, die in diesem Jahr über das Förderprogramm „Impulse Inklusion“ finanziell unterstützt werden: Ziel der Förderung ist es, landesweit Initiativen zu ermöglichen, die das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen voranbringen wollen. Dafür stehen 2017 rund 500.000 Euro zur Verfügung. Gefördert werden Projekte von Selbsthilfeorganisationen, Behinderteneinrichtungen, Kreisen, Kommunen und Vereinen.

Das Förderprogramm ist Teil der Initiative des Sozialministeriums, mit der die UN-Behindertenkonvention in Baden-Württemberg umgesetzt werden.

 

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