Integrationsmanager können starten – Land stellt Mittel zur Verfügung

Das bundesweit einmalige Projekt soll helfen, dass aus Flüchtlingen bald Mitbürgerinnen und Mitbürger werden

Gute Nachrichten für alle Kommunen in Baden-Württemberg, die Integrationsmanager für die Sozialberatung von Geflüchteten einstellen möchten: Es gibt jetzt Klarheit über die Höhe der ihnen dafür vom Land zur Verfügung gestellten Mittel (für die Wahlkreise Sinsheim, Wiesloch und Main-Tauber, für die ich zuständig bin, siehe Auflistung unten). Das Sozial- und Integrationsministerium und die Kommunalen Landesverbände haben sich auf eine Verteilung der 116 Millionen Euro verständigt, die das Land den Kommunen während der zweijährigen Laufzeit des Paktes für Integration für das Integrationsmanagement bereitstellt. Die Städte und Gemeinden können die Mittel jetzt abrufen beziehungsweise beantragen.

Mit den Integrationsmanagern gibt es endlich und erstmals eine professionelle Betreuung und Begleitung für Flüchtlinge mit abgeschlossenen Verfahren. Dieses Konzept eines flächendeckenden und strukturierten Integrationsmanagements nach der vorläufigen Unterbringung ist bislang bundesweit einzigartig. Es soll dazu beitragen, dass aus Flüchtlingen bald Mitbürgerinnen und Mitbürger werden.

Die Gemeinden können jeweils entscheiden, ob sie selbst Integrationsmanager beschäftigen oder sich mit anderen Gemeinden zusammenschließen und gemeinsam einen Antrag stellen möchten. Antragsberechtigt sind eine oder mehrere Kommunen, wenn sie laut dem Planungsrahmen für ein Jahr Mittel in Höhe von mindestens 51.000 Euro* in Anspruch nehmen könnten. Kommunen, die laut Planungsrahmen unter dieser Summe liegen, müssen sich mit anderen Kommunen zusammenschließen.

*Vollzeitäquivalent der Personalkosten für Integrationsmanager*innen pro Jahr und bei mittlerem Bildungsabschluss, abgeschlossener Berufsausbildung oder Erfahrungswissen.

Hintergrund:
Zentrale Aufgabe von Integrationsmanagern ist die individuelle und niedrigschwellige Sozialberatung und -begleitung für Geflüchtete in der Anschlussunterbringung. Am Beginn jeder Beratung steht das Erstellen des Integrationsplans. In diesem werden die persönlichen Daten (z. B. Qualifikationen und Kompetenzen, Schulbildung und Berufsabschluss, individuelle Entwicklungen) und die zu erreichenden Ziele schriftlich fixiert. Dabei geht es unter anderem um Fragen des Spracherwerbs, der Arbeitsmarktintegration, der Anerkennung ausländischer Qualifikationen sowie um Wohnen, Schule und Bildung. Der Integrationsplan wird kontinuierlich fortgeschrieben. Mit Hilfe des Integrationsmanagements sollen Geflüchtete in die Lage versetzt werden, vorhandene Strukturen und Angebote selbständig nutzen zu können.


 

Ergänzende Informationen

Alle weiteren Informationen zum Pakt für Integration und zur Verwaltungsvorschrift Integrationsmanagement gibt es unter www.PIK-BW.de

 

Hier die Beträge für die Kommunen im Wahlkreis Sinsheim und in den Betreuungswahlkreisen Wiesloch und Main-Tauber:

Ort  /  Flüchtlinge in Anschlussunterbringung (Stichtag 15.09.2017)   /   Planungsrahmen in Euro pro Jahr

 

Landtagswahlkreis Sinsheim

 

Angelbachtal  /  53 /  42.192

Bammental  /  52 /  41.396

Eberbach   /  118  /  93.937

Epfenbach  /  5  /  3.980

Eschelbronn  /  16  /  12.737

Gaiberg  /  2  /  1.592

Heddesbach /  0  /  0

Heiligkreuzsteinach  /  3  /  2.388

Helmstadt-Bargen  /  22  /  17.514

Lobbach  /  12  /  9.553

Mauer  /  33  /  26.271

Meckesheim  /  49  /  39.008

Neckarbischofsheim  /  22  /  17.514

Neckargemünd  /  82  /  65.279

Neidenstein  /  8  /  6.369

Reichartshausen  /  15  /  11.941

Schönau  /  5  /  3.980

Schönbrunn  /  13  /  10.349

Sinsheim  /  189  /  150.459

Spechbach  /  2  /  1.592

Waibstadt  /  62  /  49.357

Wiesenbach  /  31  /  24.678

Wilhelmsfeld  /  14  /  11.145

Zuzenhausen  /  10  /  7.961

 

Landtagswahlkreis Wiesloch

 

Dielheim  /  49  /  39.008

Leimen /  314  /  249.969

Malsch  /  28  /  22.290

Mühlhausen  /  34  /  27.067

Nußloch  /  124  /  98.714

Rauenberg  /  57  /  45.377

Sandhausen  47  /  37.416

St. Leon-Rot  /  128  /  101.898

Walldorf  /  92  /  73.239

Wiesloch  /  239  /  190.263

 

Landtagswahlkreis Main-Tauber

 

Bad Mergentheim  /  179  /   142.498

Boxberg  /  30  /  23.882

Freudenberg /  45  /   35.824

Großrinderfeld /  28  /  22.290

Igersheim /  36  /  28.659

Külsheim /  40  /  31.843

Lauda-Königshofen /  178  /  141.702  

Niederstetten /  37  /  29.455

Tauberbischofsheim /  201  /  160.012

Weikersheim /  47  /  37.416

Wertheim /  121 /   96.326

 

Foto: S. Hofschlaeger / PIXELIO

 

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