Rudis Radladen erste Etappe der „Tour magasin de vélos“

Abgeordneter Katzenstein besucht die Fahrradgeschäfte im Wahlkreis

 Rudis Radladen in der Mühlgasse 2 in Neckargemünd war 1983 von Rudolf Mayer, genannt Rudi, gegründet worden. Spezialitäten sind solide Reiseräder, Fahrräder „made in Germany“ und ein guter und schneller Service.

Radbegeisterten ist das Geschäft auch über die Stadtgrenzen hinaus ein Begriff. Ross und Alessia aus London beispielsweise waren auf ihrer Suche nach Rädern für eine Rad-Weltreise hier fündig geworden. Neun Monate später auf dem Weg nach Melbourne machten die Beiden in dem beschaulichen Städtchen am Neckar Station und ließen in Rudis Radladen ihre Fahrräder durchchecken.

Landtagsabgeordneter Hermino Katzenstein (Grüne) hat es da nicht so weit, er wohnt in der Altstadt. Der Grünen-Politiker ist Sprecher für Radverkehr seiner Fraktion und selbst begeisterter Radfahrer. Besonders am Herzen liegt ihm die Radverkehrsinfrastruktur mit dem Ausbau von Radverbindungen aller Art, von der Touristenstrecke über Fahrradstraßen bis hin zu Radschnellwegen. Auch er ist ein Radreisender – vor  gut zwei Jahren ist er mit seiner Frau Henriette von Neckargemünd bis nach Sizilien geradelt

Doch nicht nur der Spaß am Radeln treibt den Verkehrspolitiker an. „Mit dem Fahrrad kann es beim Thema Klimaschutz kein anderes Verkehrsmittel aufnehmen“, weiß er. Durch die Pedelecs vergrößern sich zudem die Reichweite, der Nutzerkreis und damit die Bedeutung  des Fahrrads als tägliches Verkehrsmittel auch für Pendler.

Dienstfahrräder auf Leasingbasis boomen und die Radbranche als Wirtschaftsfaktor gewinnt an Fahrt. Für Katzenstein Grund genug, bei einer „Tour magasin des Vélos“ den Fahrradläden in seinem Wahlkreis einen Besuch abzustatten.

In Johannes  Hahn, einem passionierten Moutainbiker, hat er einen Gleichgesinnten gefunden. Der 27-Jährige hatte in Rudis Radladen die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann gemacht und am 31. Dezember 2016 den Betrieb übernommen. Schon sein Vater hatte hier gearbeitet während er selbst noch an seinem Kinderfahrrad schraubte. 

Inzwischen führt und entwickelt er die Philosophie des Geschäfts mit viel Enthusiasmus weiter. Sechs Mitarbeiter beschäftigt er, davon zwei behinderte und einen Flüchtling. Dabei arbeitet er eng mit dem Integrationsamt zusammen.

„Unsere Stammkunden sind uns treu geblieben“, freut sich Hahn. Reparaturen führt sein Team innerhalb von 24 Stunden durch, auch ohne Termin – zweieinhalbtausend allein  in diesem Jahr. Er hat e-Bikes im Verleih und bietet nach wie vor auch einen Schlüsseldienst an

„Wir verschicken viel online, auch nach Frankreich und England“, sagt er. Qualität aus Deutschland mit Marken wie Fahrradmanufaktur, Campus oder Victoria.

Laut Hahn ermöglicht das modulare  System von Campus, dass man die einzelnen Komponenten frei wählen und so ganz individuell das  passende Rad zusammenstellen kann. Das Fahrrad wird in Deutschland entwickelt, der Rahmen in Edingen pulverbeschichtet und das Rad in Forst bei  Bruchsal montiert.

Als Stadtrat weiß Katzenstein wie wichtig es ist, den örtlichen Fachhandel zu unterstützen. „Qualität liegt eben oft ganz nah“, sagt Katzenstein und schwört auch im digitalen Zeitalter auf den Service vor Ort.

 

 

 

 

 

 

 

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