Wir setzen auf den Ausbau der Radinfrastruktur im Land

… und damit auch hier in der Region:

Im Rhein-Neckar-Kreis werden über ein Programm des Landes Baden-Württemberg für die Anlage kommunaler Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur nach LGVFG 2017-2021 ein Radwegelückenschluss an der K 4281 zwischen Sinsheim und Waibstadt-Daisbach und eine Fahrradabstellanlage in Mauer realisiert. Dazu kommen ein Radwegelückenschluss an der K 4176 zwischen Dielheim-Balzfeld und Sinsheim-Hoffenheim und der Ausbau der Leimbachradwegs im Abschnitt Leimen.

Zu den laufenden Radwegemaßnahmen an Landstraßen zählt ein Lückenschluss an der L 550 in Sinsheim. Außerdem steht der Bau einer Fuß- und Radbrücke parallel zur Friedensbrücke an der L 600 in Bammental an.

„Es ist sehr gut, dass der Anschluss des Leimbachweges an die S-Bahn in Hoffenheim hergestellt wird“, sagt Hermino Katzenstein, Sprecher für Fuß- und Radverkehr der Grünen Landtagsfraktion. „Das ist ein wichtiger Baustein auch für Freizeitradler und den Radtourismus in der Region. Die Radfahrer können direkt von der Schiene auf den Radweg wechseln.“

Und er schickt hinterher: „Es freut mich, dass das Verkehrsministerium meine Anregung aufgegriffen hat und erstmals Kommunen unterstützt, die das Angebot „Stadtradeln“ nutzen wollen.“

Auch Albrecht Schütte (CDU), der in seiner Fraktion für das Thema Radfahr- und Fußverkehr zuständig ist, freut sich über die geplanten Radinfrastrukturmaßnahmen: „Nahezu alle Bürgerinnen und Bürger besitzen und nutzen ein Fahrrad. Wir räumen daher der notwendigen Infrastruktur – aber vor allem auch der Verkehrssicherheit unserer Radler – einen hohen Stellenwert ein. Besonders freue ich mich, dass dies in Bammental mit der zusätzlichen Brücke für Radfahrer funktioniert.“

Landesweit werden 40 Millionen Euro in die Radverkehrsförderung investiert:

Radverkehrsförderung Baden-Württemberg

200 Jahre FahrRad – Baden-Württemberg setzt Maßstäbe
Fahrrad-Jubiläum, Radschnellverbindungen, 40 Mio. Euro Investitionen
„Das Fahrrad bietet schnelle, direkte, gesunde Mobilität ohne Stau, Lärm und Luftverschmutzung. Deshalb fördern wir den Radverkehr systematisch“ sagt Verkehrsminis-ter Winfried Hermann MdL am 24. März 2017 und ergänzt: „Im Jahr des Fahrrad-Jubiläums wollen wir bei unseren Bemühungen, Baden-Württemberg noch fahrradfreund-licher zu machen, einen besonders großen Schritt vorangehen.“ Vor 200 Jahren hat Karl Drais in Mannheim die ‚Laufmaschine‘, das Laufrad, als Urform des heutigen Fahrrades entwickelt. Bis heute ist das Fahrrad das meistgenutzte Individualverkehrs-mittel der Welt, weil es praktisch und preiswert ist.“
Förderprogramm Kommunaler Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur
Das Förderprogramm Kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur 2017-2021 um-fasst mehr als 350 Maßnahmen. Neu in das Programm aufgenommen wurden in die-sem Jahr 84 Maßnahmen mit Gesamtkosten von rund 37 Mio. Euro. Für die Umset-zung des Förderprogramms sind 2017 über 21 Mio. Euro eingeplant.
Gefördert werden u.a. bauliche Radwege, Rad- und Fußwege, Gehwege, Schutzstrei-fen, Abstellanlagen, Beschilderung, Querungshilfen, Brücken, Unterführungen und Fahrradstraßen. Ein Drittel der geförderten Radverkehrsinfrastruktur dient der Umset-zung des RadNETZ-Baden-Württemberg.
Bauprogramme Radwege an Bundes- und Landesstraßen
Auch der Radwegebau an Bundes- und Landesstraßen wird 2017 kontinuierlich vorangetrieben. 2017 planen die Regierungspräsidien an Bundesstraßen 13 Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von rund 6 Mio. Euro und einer Gesamtlänge von rund 18 km neu zu beginnen. Fünf dieser neuen Maßnahmen sind Bestandteil des Rad-NETZ-Baden-Württemberg. An Landesstraßen planen die Regierungspräsidien 2017 38 Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von rund 19 Mio. Euro und einer Gesamt-länge von rund 59 km neu zu beginnen. Sieben dieser neuen Maßnahmen sind Be-standteil des RadNETZ Baden-Württemberg.
RadNETZ ausbauen und beschildern
Seit 2016 setzen Land und Kommunen gemeinsam das RadNETZ-Baden-Württemberg um. Das RadNETZ verbindet landesweit alle Ober- und Mittelzentren über definierte Hauptrouten. Insgesamt hat das RadNETZ im Zielnetz 2030 eine Länge von ca. 7.000 Kilometern. Mehr als 700 Kommunen werden daran angeschlossen sein. Die Strecken des RadNETZ, die den „Startnetz-Standard” und damit die Anforderun-gen an sichere Befahrbarkeit erfüllen, werden durchgehend und einheitlich nach aktuellem Stand der Technik gut sichtbar beschildert. Bisher wurden vier Stadt- und Landkreise beschildert und auf ca. 600 km über 2.800 Schilder installiert. Im Jahr 2017 werden weitere 24 Kreise auf rund 2.500 km mit Schildern versehen. Über die Hälfte der Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg ist dann sichtbar an das RadNETZ Baden-Württemberg angeschlossen. Das Land wird bis Ende 2017 insgesamt 1,4 Mio. Euro in die Beschilderung investiert haben.
Ausbau Radschnellverbindungen – Förderung Machbarkeitsuntersuchungen
Radschnellverbindungen dienen dazu, die Fahrt mit dem Rad durch schnelle, direkte Verbindungen über längere Distanzen attraktiv zu machen. Für Planung und Bau von Radschnellverbindungen stellt die Landesregierung im Jahr 2017 erstmals 3 Millionen Euro bereit. „Radschnellverbindungen machen das Pendeln über längere Entfernungen attraktiv und schaffen so mehr Mobilität mit weniger Stau, Lärm und Luftverschmutzung“, sagte Minister Hermann und ergänzte: „Deshalb wollen wir die Schnellwege jetzt mit Nachdruck angehen. Bis 2025 wollen wir mindestens 10 Radschnell-verbindungen in Baden-Württemberg realisieren.“
Aktuell führt das Verkehrsministerium eine Potentialanalyse durch, um im ganzen Land systematisch potentiell geeignete Relationen für Radschnellverbindungen zu identifizieren. Für die 10 wichtigsten Radschnellverbindungen wird eine Kostenschät-zung vorgenommen. Zudem werden im Rahmen der Potentialanalyse die Standards für Radschnellverbindungen genauer definiert. Die Regierungspräsidien fördern zudem ab sofort Machbarkeitsstudien zu Radschnellverbindungen mit 80 Prozent. Auch an der Umsetzung wird sich das Land aktiv beteiligen. Ein Radvorrangnetz in Freiburg, das vom Land mit 2,7 Mio. Euro gefördert wurde, steht 2017 weitgehend vor dem Abschluss. „Freiburg hat Pionierarbeit geleistet und inzwischen über 30 Prozent Anteil am Radverkehr“, so Hermann weiter.
Stadtradeln – mehr Pendler aufs Rad bringen
Auch ohne Radschnellverbindungen kann man auf vielen Relationen bereits gut mit dem Fahrrad pendeln. Die bundesweite Aktion Stadtradeln animiert die Menschen in allen teilnehmenden Kommunen in einem Aktionszeitraum von drei Wochen so oft wie möglich das Fahrrad zu nutzen. Mitmachen können alle, die in einer der teilnehmenden Kommune wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen. Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg unterstützt 2017 erstmals Kommunen die dieses Angebot nutzen wollen. Darüber hinaus wird die Initiative Rad-KULTUR in diesem Jahr in sechs RadKULTUR-Kommunen aktiv sein.
Fahrrad-Jubiläum 2017 – ein Fest für das ganze Land
Das Jubiläum zur Erfindung des Fahrrades nimmt das Verkehrsministerium zum Anlass, die baden-württembergische Erfindung mit zahlreichen Partnern im ganzen Land und über mehrere Monate hinweg gebührend zu feiern. Alle Ministerien, Kommunen und Verbände tragen Ihren Aktivitäten und Veranstaltungen dazu bei. Ein Auszug:
5. Nationale Radverkehrskongress am 3./4. April 2017 in Mannheim. Das Land Baden- Württemberg lädt gemeinsam mit Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur und der gastgebenden Stadt Mannheim unter dem Motto: „200 Jahre Fahrrad – auf in die Zukunft“ ein. In 15 Fachforen werden Zukunftsthemen des Radverkehrs diskutiert.
Jubiläumstour. Als nachhaltigste Roadshow der Welt wird sie auf E-Lastenfahrrädern zwischen Mai und September 2017 durch Baden-Württemberg rollen. Sie bietet als mobile Ausstellung mit vielen Aktionselementen Geschichte, Gegenwart und Zukunft zum Anfassen und zum direkten Erleben.
Hintergrund:
RadSTRATEGIE Baden-Württemberg
2016 hat das Land die RadSTRATEGIE als strategische Grundlage für die Radverkehrsförde-rung bis 2025 beschlossen. Die darin enthaltenen mehr als 200 Maßnahmen bilden nun die Grundlage der Radverkehrspolitik in Baden-Württemberg. Ziel ist es, den Radverkehrsanteil bis 2020 auf 16 Prozent aller Wege zu verdoppeln und ihn bis 2030 auf 20 Prozent zu steigern.

Hermino Katzenstein mit dem Rad auf Tour im Wahlkreis

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